… welche tracker uns wo und wie identifizieren; die Technologie ist faszinierend, die Resultate beängstigend!
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… welche tracker uns wo und wie identifizieren; die Technologie ist faszinierend, die Resultate beängstigend!
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… oder Inhaltsproduzenten gegen Konzentratoren – Runde 1:
Jaron Lanier spricht in seinem Buch “You are not a Gadget” von der kalten Enteignung der digitalen Intelligentsia durch Inhaltskonzentratoren und Suchmaschinen. Jetzt ist der erste Rechtsstreit zum Thema anhängig.
Beklagte ist interessanterweise die Huffington Post – eines der Wunderkinder des Web 2.0 – gut beleumundet, politically correct, anerkannt in der community. Der Gründer hat es gewagt, sein Baby, das moralisch genauso seinen Bloggern wie ihm zu gehören schien gegen harte Währung und einen Sitz im Management an AOL zu verscherbeln.
Damit ist der Spaß für alle vorbei und die Blogger verlangen ihren Anteil am Kuchen. Moralisch sicher gerechtfertigt, durch die AGB bestimmt ausgeschlossen, vor Gericht interessant.
Fazit: Geschenkökonomien, in denen adäquate Gegenleistungen ausbleiben erzeugen frustrierte Schenker, im schlimmsten Fall Rachegelüste. Das unterstellte Ziel des Klägers ist wohl auch nicht sein Anteil am Kapitalwert der Huffington Post, sondern die Zerstörung ihres Rufs und damit die Vernichtung ihres Marktwerts. Wer Geschenkökonomien noch nicht wirklich verstanden hat, der sollte wohl dringend mal hier, hier und bei Marcel Mauss’ “die Gabe” beginnen nachzulesen! Eine erweiterte Literaturliste findet sich hier in meinem Blog.
Wer aus einem zentralen Content Management System über content syndication mehrere Kanäle bedient – so wie ich hier im Mikroformat facebook und twitter aus diesem blog – darf nicht vergessen jeden einzelnen Ausgabekanal einzeln zu warten. Ganz im Gegenteil zu meiner Erwartung, dass die Kanäle nur dazu dienen die Leser zur Quelle der Information zu führen, entwickeln die Informationen in den Ausgabekanälen ein Eigenleben.
Die Leser kommentieren dann nicht die Ursprungsbeiträge, sondern die nur als Teaser gedachten tweets oder facebook-Meldungen. Was passiert, wenn dies Kommentare ihrerseits nicht gewartet werden oder Beiträge von Lesern nicht adäquat wertgeschätzt werden ist hier nachzulesen: http://www.avatter.de/wordpress/2010/11/news-geblase-twitter-diesen-medien-sind-ihre-follower-vollig-egal/
Dieser Tage ist ein Foto, das ich gemacht hatte in der NÖN aufgetaucht. Natürlich ohne Fotocredit. Weil ich ein bösartiger Mensch bin, habe ich eine email an den Chefredakteur geschickt mit der Bitte um Stellungnahme. Es kam bis heute (zehn Tage) keine – nicht einmal eine Empfangsbestätigung.
Viel interessanter ist, dass das Foto in einer nicht öffentlichen Veranstaltung gemacht wurde und einige der abgebildeten Minderjährigen deutlich zu erkennen sind – unsere eigenen Familienmitglieder glücklicherweise nicht!
Angesichts der Tatsache, dass dieser spezielle Teil der NÖN voll von solchen und ähnlichen Fotos von nicht öffentlichen Veranstaltungen – sämtlich ohne Fotocredits – ist, bin ich ein wenig erstaunt über den Umgang eines doch großen Medienunternehmens mit dem Medienrecht und dem Recht am Bild der Privatperson.
Aber wahrscheinlich gehen sie halt davon aus, dass schon keiner klagen wird, weil das Prozessrisiko zu hoch ist und drei Instanzen vermutlich auch zu lange dauern – sehr professionell!
Warum hat die Kinderkrebshilfe keinen facebook Auftritt?? Im Windschatten der sehr begrüßenswerten Aktion von Billa hätte sie mit vernünftiger Verlinkung einen Großteil der Fans der Billa Aktion auch zu eigenen Fans machen können.
Schade eigentlich – und ein Input fürs nächste Mal!
… hat ihre persönliche Schaltfläche oder original Button bekommen:
Also falls sich jemand gefragt haben sollte wie sich “unfollow” übersetzen ließe, hier wäre ein “intelligent guess”. Aber natürlich keine wirkliche Lösung.
Wer jemals in der Schule Latein hatte wird sich gerne mit mir an das Vokabel “dissegregare” erinnern – wörtlich übersetzt: “entauseinanderversammeln” oder noch wörtlicher: “entauseinanderverherden”. Soetwas lässt sich bestenfalls nachdichten, aber niemals übersetzen ohne nachsichtiges Grinsen im Gesicht. Quasi Vokabeln mit Geschichte …
;-))
Masterthese “Aktuelle Chancen und Herausforderungen für Informationsdienstleister angesichts der partizipativen Medienentwicklung” online auf meiner homepage michaelmoser.at.tf unter “Kontakt”
oder direkt unter: http://members.aon.at/mmoser45/Michael/mimoserl/Kontakt_files/Masterthese%20Michael%20Moser.pdf;
die Präsentation steht dort auch zur Verfügung:
http://members.aon.at/mmoser45/Michael/mimoserl/Kontakt_files/MasterThesePräsentation.pdf
Bevor sie sich als Unternehmen an soziale Netzwerke im web 2.0 heranwagen, sollten sie ein paar Rahmenbedingungen klären:
Entspricht die Aussendarstellung der Organisation der Innensicht der MitarbeiterInnen?
Nichts ist unangenehmer als MitarbeiterInnen, die in ihren facebook Statusmeldungen das Bild von Überlastung oder unangenehmen Rahmenbedingungen in ihrem Job erkennen lassen, wenn ihre Organisation nach aussen ein lockeres, kooperatives, “gutmenschliches” Image pflegt.
Ist die Organisation, bzw. sind die Mitarbeiter in der Lage, Bewegung in den zu betreuenden online Personas zu halten?
Brachliegende soziale Profile zeugen nur von Vernachlässigung und Unverständnis des Mediums. Genauso wie News-Portale müssen sich die Inhalte von online Personas weiterentwickeln und Bewegung signalisieren. Updates sollen zu Bürozeiten erfolgen, nicht regelmäßig um zwei Uhr früh, wenn deutlich sichtbar wird, dass zu dieser Uhrzeit letztlich nur Programme Inhalte freigegeben haben können …
Gibt es Festlegungen zur Integration der online-Personas in die allgemeine Corporate Identity der Organisation?
MitarbeiterInnen, die soziale Accounts managen, werden ohne klares Bild auf die Festlegungen der CI in Bezug auf die darzustellende Persona mittelfristig in der Kommunikation zur Persona aus dem Tritt geraten …
Kennen sie den Begriff “Transmedia Storytelling”?
Einfach mal googeln …
ganz allgemein:
Digitale Medien zerren Diskrepanzen zwischen Botschaft und Befinden – brutaler formuliert Sein und Schein – deutlich beschleunigter an die Oberfläche der Diskussion als herkömmliche Werbung und PR. Wer das nicht bedenkt, für den könnte der notwendige Einstieg in das web 2.0 und der Start von Aktivitäten auf Sozialen Online Portalen ganz schnell zum Horrortrip werden. Der Nichteinstieg in das web 2.0 wird das Bekanntwerden solcher Diskrepanzen aber auch nicht verhindern können.
Glaubwürdigkeit, Transparenz und Integrität der gesendeten Botschaften werden in digitalen Medien vom “nice to have” zur ethischen Notwendigkeit. Wer nicht lebt, was er verkündet wird schnell als falscher Prophet entlarvt …
Wenn Kunden aus kleinen spezifischen Zielgruppen nicht über google suchen, sondern über spezialisierte Suchmaschinen, weil auf google ihre relevanten Treffer in der Entropie verloren gehen, macht es dann Sinn, solche Angebote über Suchmaschinenoptimierung oder Suchmaschinenmarketing zu bewerben?
Meine Antwort dazu: NEIN!
Wenn die Zielgruppe nicht auf google nach meinen Inhalten sucht, kann ich es mir ersparen diese Inhalte Suchmaschinen- und nicht Zielgruppen- gerecht aufzubereiten. Besser ist es ich verstümmele meine Texte nicht, nur damit sie von google besser verstanden werden.
Suchmaschinen Marketing vulgo google Adwords kann ich mir im selben Atemzug sparen!
Wichtig und einzig zielführend ist es meine Marke, meine Inhalte, meine zielgruppenspezifische Suchmaschine direkt in der Kommunikation mit meiner Zielgruppe als zeiteffiziente und vor allem glaubhafte Anlaufstelle zu etablieren. Früher mal hätte man das über klassisches Marketing erledigt, heute bieten sich dazu – viel eleganter und effizienter – gut gepflegte communities und dort nachhaltige Nachwuchsarbeit an.
derstandard.at: Unterzeichnung des Anti-Piraterie-Abkommens ACTA beschlossen
Januar 25, 2012 — mimoserhttp://derstandard.at/1326503606535/Regierung-Unterzeichnung-des-Anti-Piraterie-Abkommens-ACTA-beschlossen
vermuteter Originaltext da: http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/may/tradoc_147937.pdf
Wirklich interessante Passage Section5, Article 27:
“Each Party shall ensure that enforcement procedures, to the extent set forth in Sections 2 (Civil Enforcement) and 4 (Criminal Enforcement), are available under its law so as to permit effective action against an act of infringement of intellectual property rights which takes place in the digital environment, including expeditious remedies to prevent infringement and remedies which constitute a deterrent to further infringements.” und folgende
Sieht wirklich so aus, als stünde die breit angelegte Kriminalisierung der ProSumer vor den Toren. Kann “spassig” werden. Hier sind definitiv nicht ausschließlich die im Visier, die mit fremder intellectual property unredlich eigenes Geld verdienen!
Ich freue mich schon auf die ersten Revanche-Musterprozesse Hobbyfotografen gegen Webseitenbetreiber. Inklusive einstweiliger Verfügung und Beschlagnahme von Server- und Datenbank-Infrastruktur:
“Each Party shall provide that its judicial authorities have the authority to adopt provisional measures inaudita altera parte where appropriate, in particular where any delay is likely to cause irreparable harm to the right holder, or where there is a demonstrable risk of evidence being destroyed.” (Article 12, Ziffer 2)
Öffentliche Serverinfrastruktur zu betreiben wird demnächst unversicherbar werden, mal sehen was da an nationalstaatlicher Gesetzgebung nachkommt …
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