alles frei alles gratis?

mitnichten! Informationen herzustellen kostet Zeit. Meinung ist ein bisschen billiger, weil man sich bei deren Verfassung nicht um Fakten kümmern muss. Richtig unabhängig recherchierte Inhalte sind schon deutlich teurer.

Crowdsourcing und hive-mind sind und waren die großen Hoffnungen, dass gute News-Artikel auch ohne teure Journalisten zustande kommen könnten. Letztlich liefern Bürger-Reporter aber auch nur Meinung. Welche davon „wahr ist“ könnten wir bestenfalls statistisch feststellen. Siehe dazu „Few Bloggers Can Do What The New York Times Can Do“ im Interview mit Eric Schmidt auf searchengineland.com.

Auch Google erkennt mittlerweile, dass ohne Inhaltsindustrie keine Treffer für die Suchmaschinen entstehen und das Sterben der Inhaltsindustrie zur Leere der Trefferlisten führt. Ohne Trefferlisten gibt es aber auch für Google keine Umsätze mehr. Was also tun?

Informationsdienstleister sperren Suchmaschinen gemeinsam mit allen anderen freeloadern aus ihren Angeboten aus und machen ihre Produkte auch online wieder kostenpflichtig. Andere verschwinden ganz vom Markt und mal ehrlich – welcher Blogger kann von seinem Blog schon leben? Wo kommen die Inhalte in Zukunft her?

Besser gefragt: wie wird sich die Inhaltserzeugung künftig monetarisieren? Die Antwort heißt vermutlich Geschenk-Ökonomie, auch wenn sich diese Spielart der Wirtschaft nicht wirklich um Gratis-Leistungen dreht …

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