Information ist Macht

Egal ob wir Information einsperren oder gezielt veröffentlichen, Information ist immer Machtausübung.

  • Die Unterstützung und Publikation der Lutherbibel war mittelbare Machtausübung der Reichsfürsten, die in weiterer Folge durch die Ausübung der Religionshoheit sich vom deutschen Kaiser emanzipieren konnten.
  • Pamphlete und andere Drucksorten waren unmittelbare Machtausübung, weil sie die öffentliche Meinung beeinflussten
  • Tageszeitungen in Österreich waren nach 1945 nur mit Duldung und Unterstützung der Alliierten zu betreiben; jede Besatzungsmacht hatte ihre „Hauspostille“

Heute wird diese Macht durch PR-Abteilungen ausgeübt; Wirtschaftliche Mächte haben in der Professionalität die politischen Mächte oft schon überholt. Wer mehr postet und mehr Mitarbeiter für wikipedia und Sozialportale abstellt hat mehr Öffentlichkeit und mehr positive Information für sich. Der Effekt kulminiert in editing wars auf der wikipedia und ähnlichen Absurditäten.

Die Demokratisierung der Distribution hat diese Effekte gemildert, aber nicht ganz ausschalten können, weil

  • viele koordinierte Autoren einzelne „Dissenter“ relativ lange überdecken können
  • es länger dauert Manipulationen zu entlarven und zu widerlegen, als sie in die Welt zu setzen – siehe hier.

Verlässliche, glaubwürdige Information ist also immer noch schwer zu finden …

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