zu erledigende Hausaufgaben vor web 2.0 Aktivitäten

Bevor sie sich als Unternehmen an soziale Netzwerke im web 2.0 heranwagen, sollten sie ein paar Rahmenbedingungen klären:

Entspricht die Aussendarstellung der Organisation der Innensicht der MitarbeiterInnen?
Nichts ist unangenehmer als MitarbeiterInnen, die in ihren facebook Statusmeldungen das Bild von Überlastung oder unangenehmen Rahmenbedingungen in ihrem Job erkennen lassen, wenn ihre Organisation nach aussen ein lockeres, kooperatives, „gutmenschliches“ Image pflegt.

Ist die Organisation, bzw. sind die Mitarbeiter in der Lage, Bewegung in den zu betreuenden online Personas zu halten?
Brachliegende soziale Profile zeugen nur von Vernachlässigung und Unverständnis des Mediums. Genauso wie News-Portale müssen sich die Inhalte von online Personas weiterentwickeln und Bewegung signalisieren. Updates sollen zu Bürozeiten erfolgen, nicht regelmäßig um zwei Uhr früh, wenn deutlich sichtbar wird, dass zu dieser Uhrzeit letztlich nur Programme Inhalte freigegeben haben können …

Gibt es Festlegungen zur Integration der online-Personas in die allgemeine Corporate Identity der Organisation?
MitarbeiterInnen, die soziale Accounts managen, werden ohne klares Bild auf die Festlegungen der CI in Bezug auf die darzustellende Persona mittelfristig in der Kommunikation zur Persona aus dem Tritt geraten …

Kennen sie den Begriff „Transmedia Storytelling“?
Einfach mal googeln …

ganz allgemein:
Digitale Medien zerren Diskrepanzen zwischen Botschaft und Befinden – brutaler formuliert Sein und Schein – deutlich beschleunigter an die Oberfläche der Diskussion als herkömmliche Werbung und PR. Wer das nicht bedenkt, für den könnte der notwendige Einstieg in das web 2.0 und der Start von Aktivitäten auf Sozialen Online Portalen ganz schnell zum Horrortrip werden. Der Nichteinstieg in das web 2.0 wird das Bekanntwerden solcher Diskrepanzen aber auch nicht verhindern können.

Glaubwürdigkeit, Transparenz und Integrität der gesendeten Botschaften werden in digitalen Medien vom „nice to have“ zur ethischen Notwendigkeit. Wer nicht lebt, was er verkündet wird schnell als falscher Prophet entlarvt …

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