freemium Anbieter Zynga in der Krise

Zynga war und ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Entwicklung der Kundenbasis von facebook. Spielehersteller wie Zynga stellen die große Menge an „öffentlichen Gütern“, die soziale Netzwerke für freeloader interessant machen als „freemium“ Lizenz zur Verfügung. Der Gratis content wiederum motiviert die freeloader in den sozialen Netzwerken zu bleiben, sich weiter zu engagieren und damit die kritische Masse an Nutzern kritisch zu halten.

Wenn sich die Geschäftsmodelle der freemium Anbieter nicht in Börsenkapitalisierung umsetzen lassen, steht nicht nur deren wirtschaftliches Überleben, sondern vor allem die interne Kapitalisierung von facebook durch Nutzerzahlen in Frage. Wenn diese Nutzerzahlen verloren gehen oder die Nutzer passiv werden, wird die Frage nach möglichen Umsätzen aus dem Anzeigengeschäft akademisch …

Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zynga-kommt-auf-keinen-gruenen-Zweig-1652694.html

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kollaborativ zum e-book

Nettes Werkzeug zum gemeinsamen Erstellen von e-books. mehr darüber und andere freie Werkzeuge für Autoren unter http://www.sourcefabric.org/.

Artikel bei heise, imagefilm auf youtube:

Endlich juristische Ideen zu Filehostern

Vorgegangen wird von der STA Dresden nicht gegen den „einfachen“ Raubkopierer oder Raubseher, sehr wohl aber gegen den zahlenden. Da freuen sich die Ureinwohner der digitalen Domain, die immer schon irritiert waren, dass es Menschen gibt, die mit der unerlaubten Vervielfältigung fremden geistigen Eigentums eigenes Geld verdienen.

Kopieren ja, sich daran bereichern NEIN!

Die Begründung zaubert einem Fastjuristen wie mir ein süffisantes Lächeln auf die Lippen: Es „werde geprüft, ob man die zahlenden Nutzer belangen könnte, weil sie mit ihren PayPal-Überweisungen gewerbliche Urheberrechtsverletzungen der Kino.to-Betreiber finanziell unterstützt haben.“
:-)))
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zahlende-Kino-to-Nutzer-im-Visier-der-Staatsanwaltschaft-1433503.html

legal action against megaupload does not kill free speech …

… it only sanctions behaviour, which is bad karma anyway. AFAIK megaupload was a subscription site charging money for access to pirated intellectual property. Charging money for pirated content is BAD-BAD-BAD since the 1980ies when trading software started in schools!

Remember: „Information should be free“, the decision to pirate or not to pirate is yours – I will leave that to your discretion. Content owners will differ.

BUT EARNING MONEY WITH PIRATED INTELLECTUAL PROPERTY IS FRAUD!

… and fraud is a crime in RL anyway and should also be punished in cyberspace
– on the customers side by not joining subscription pirate sites – use offres gratuites
– and I personally support all content owners taking legal action against sites earning money with pirated content.

Your opinion might differ, but this had to be said, sorry!

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„too big to fail“ gilt nicht für Buchhändler

Der „long tail“ frisst den „retailer“. Amerikanische Buchhandelsketten an der oder kurz vor der Insolvenz. Mehr darüber auf Heise online:

US-Buchhändler Borders gibt endgültig auf: 10.700 Jobs weg

Um die Ketten mit ihrer lieblosen und sortimentslosen Verkaufspolitik ist mir nicht leid, die verlorenen Arbeitsplätze sind eine Tragödie. Hoffentlich entsteht nach dem Wegfall der großen Ketten wieder Platz und Umsatzpotential für Spezialitätenläden, die liebevoll themenspezifische Angebote und Beratung anbieten. Quasi „slow-brainfood-bio-läden“ für Menschen, die so wie ich solide Haptik lieben und zumindest gelegentlich Seitenzahlen für Zitate brauchen.
In der Zwischenzeit werden Bücher und Buchhandel zur Kunstform. Zur Zukunft von Handwerk ohne Nutzwert und seine Transmigration zu Kunst lesen sie Al und Laura Ries „The fall of Advertising & the Rise of PR“, pp. 15, „Advertising and Art“,  ISBN 978-0-06-008199-7, solange es noch Bücher auf Papier gibt …

web 2.0 unschön …

… oder Inhaltsproduzenten gegen Konzentratoren – Runde 1:

Jaron Lanier spricht in seinem Buch „You are not a Gadget“ von der kalten Enteignung der digitalen Intelligentsia durch Inhaltskonzentratoren und Suchmaschinen. Jetzt ist der erste Rechtsstreit zum Thema anhängig.

Beklagte ist interessanterweise die Huffington Post – eines der Wunderkinder des Web 2.0 – gut beleumundet, politically correct, anerkannt in der community. Der Gründer hat es gewagt, sein Baby, das moralisch genauso seinen Bloggern wie ihm zu gehören schien gegen harte Währung und einen Sitz im Management an AOL zu verscherbeln.

Damit ist der Spaß für alle vorbei und die Blogger verlangen ihren Anteil am Kuchen. Moralisch sicher gerechtfertigt, durch die AGB bestimmt ausgeschlossen, vor Gericht interessant.

Fazit: Geschenkökonomien, in denen adäquate Gegenleistungen ausbleiben erzeugen frustrierte Schenker, im schlimmsten Fall Rachegelüste. Das unterstellte Ziel des Klägers ist wohl auch nicht sein Anteil am Kapitalwert der Huffington Post, sondern die Zerstörung ihres Rufs und damit die Vernichtung ihres Marktwerts. Wer Geschenkökonomien noch nicht wirklich verstanden hat, der sollte wohl dringend mal hier, hier und bei Marcel Mauss’ „die Gabe“ beginnen nachzulesen! Eine erweiterte Literaturliste findet sich hier in meinem Blog.

e-book reading experiences

Yesterday I finished reading my third or so e-book. I am a little equivocal – simple, unidirectional plots go very well. eg. Stieg Larssons „Girl with the Dragon Tattoo“ is a straightforward read, no need to reiterate or leaf back.

David Michells „Cloud Atlas“ on the contrary side had me pinned down on the screen. I felt the urge to leaf back, reiterate, reread, pick up threads from former chapters just as I did with his „1000 autumns“ on paper. This is not so easy for a digital immigrant like me. On paper you put your right thumb to your present position and start leafing – on a Kindle you have to add a bookmark and then … ???

OTOH the kindle is so much smaller, lighter and easier to carry than even a single paperback. So I will either have to find a way to leaf through an ebook or have to decide to read more complex plots and maybe manuals and such on paper again. The kindle is a great tool to carry a small library of reference books and leisure reads around without breaking my back!

I like it after all …

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