Die überforderte Lokalisierung …

… hat ihre persönliche Schaltfläche oder original Button bekommen:

Schaltfläche "Entfolgen" auf twitter.com

Also falls sich jemand gefragt haben sollte wie sich „unfollow“ übersetzen ließe, hier wäre ein „intelligent guess“. Aber natürlich keine wirkliche Lösung.

Wer jemals in der Schule Latein hatte wird sich gerne mit mir an das Vokabel „dissegregare“ erinnern – wörtlich übersetzt: „entauseinanderversammeln“ oder noch wörtlicher: „entauseinanderverherden“. Soetwas lässt sich bestenfalls nachdichten, aber niemals übersetzen ohne nachsichtiges Grinsen im Gesicht. Quasi Vokabeln mit Geschichte …

;-))

Menschen wollen finden nicht suchen …

  • Taxonomien sind noch nicht so weit
  • Metadaten vergeben ist mühsam

Wie werden wir dann die Inhalte, die wir morgen suchen auch finden? Niemand von uns sucht gerne; wir wollen alle auf kürzestem Weg finden. Genauso geht es unseren Kunden.

Erste Frage:

  • Wo suchen unsere Kunden?

Zweite Frage:

  • Mit welchen Suchbegriffen suchen sie welche Resultate?

Dritte Frage:

  • Werden sie das wonach sie suchen dort wo sie es suchen auch finden?

Eine einfache „no-na“ Feststellung:
Je spezifischer die Fragestellungen unserer Kunden werden, desto weniger ist ihnen geholfen mit allgemeinen Suchmaschinen wie google, die das gesamte Internet nach Antworten durchforsten.

Die möglicherweise relevanten Resultate gehen in der allgemeinen Entropie unter. Je spezifischer die Themen werden, desto spezifischer müssen die Suchmaschinen und die durchsuchten Ausschnitte der Wirklichkeit werden. Pat Cadigan nennt das in einem Sci-Fi Roman aus den 1990ern „Infoporn“.

Infoporn ist eine mögliche Zukunft für Informationsdienstleister. Hochspezialisierte Infochannels und Suchmaschinen zu thematisch effizient eingeschränkten Themengebieten. Maßgeschneiderte Information für zahlende Kunden. Ähnlich kostspielig wie maßgeschneiderte Kleidung aber in der Alternativkostenrechnung trotzdem preiswürdig.

Dafür müssen dann aber auch die Inhalte, die Metadaten und die Treffer 100% zielgruppenadäquat sitzen …

Den eigenen hive starten

Und wann starten Sie ihren hive? Wer ist Ihre Zielgruppe? Wo liegt der Mehrwert? Wer nutzt, wer liefert den Input? Beispiele wären ein Portal für Knowledge Management, Produktideen, Brainstormings, Rechtliches, Sicherheitsvertrauenspersonen …

Wer ist die Königin? Was wird gesammelt? Und wer moderiert? Wem nützt der hive?

Zuerst einmal dem Betreiber! Bevor es jemand anderer tut und „unsere“ Inhalte gratis zur Verfügung stellt, sollten wir es selbst tun. Wenn sich durch den Einzelinhalt nix mehr verdienen lässt, muss unser Wasserloch, unser hive so wichtig werden, dass es für die Zielgruppe interessant wird dazu beizutragen, dass er weiter besteht und die Zielgruppe weiterhin Zugang hat.

Ziel ist es nicht mehr die einzelne Informationseinheit zu kapitalisieren, sondern die Gesamtsumme an Information, den Zugang, die Auffindbarkeit der Einzelinformationen. Informationsaustausch, Informationserstellung, neue Erkenntnisse, Diskussionen zum Thema. Ein virtueller Stammtisch auf professionellem Niveau …

Geschäftsmodelle? Wie sehen unsere Angebote aus? Die Monetarisierbarkeit ergibt sich leider nicht aus unserem Bedarf an Deckungsbeiträgen, sondern aus der Einzigartigkeit und Attraktivität unserer Angebote. Also: Angebote zuerst, Glaubwürdigkeit zuerst, Geschäftmodelle später!

Vor allem lieber gratis als Test starten und nach einem Jahr Preise einführen, die für Anbieter und Kunden Hand und Fuß haben, statt den „falschen“ Preis anzusetzen und damit von Anfang an die Zukunft zu vergeigen! Oder glauben Sie dass die RIDA aus heutiger Sicht ihr Potential ausschöpft?

Das Bild mit dem Surfer

In einer sich verändernden Welt wollen wir Surfer, Brett, Welle oder die Ursache der Welle sein?

Ich wäre gerne die Ursache der Welle, auf keinen Fall das Brett und nur wenn ich es nicht vermeiden kann der Surfer. Ich will die Umwelt verändern, gestalten und selbst tun. Ich will eher selten, dass mir getan wird.

Was bedeutet das? Dass ich neue Trends nutze, setze, gestalte, verstehe und nicht warte bis andere mir zeigen wie es geht, damit ich eine schlechte Kopie dieser anderen werden kann.

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